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YouTube - Sicher für Kinder?

04. September 2019
YouTube - Sicher für Kinder?

YouTube ist kein Kinderkanal. Vom harmlosen Katzen- oder Musikvideo bis zum waschechten Horrorfilm sind es bisweilen nur wenige Klicks. Das Hauptproblem ist, dass Kinder ungewollt mit Ungeeignetem und sogar Verstörendem konfrontiert werden können.

Trailer für Horror-Streifen, Inhalte für Erwachsene oder ungeeignete Werbung vor und zwischen den Clips können die Mädchen und Jungen überfordern und ängstigen. Auch die Vorschlagslisten am rechten Rand, die auf "ähnliche Inhalte" hinweisen, können Problematisches enthalten. Die zehnjährige Maria hat damit schlechte Erfahrungen gemacht: "Da gibt es ja immer diese Balken, wo man dann anklicken kann, was man danach sehen möchte. Und da hat irgend so ein YouTuber ein Video gemacht, wo dann drauf steht: Diese Nummer darfst du niemals anrufen. Und dann war da so ein Gesicht drauf, wah, da sah es so aus, als würden die Augen gleich abfallen."*

Trotzdem ist YouTube bei vielen Kindern sehr beliebt. Für Eltern stellt sich damit die Frage, was tun? Für viele Familien gehört YouTube zum Alltag, die Risiken werden oft ausgeblendet. Hier einige Tipps, um YouTube zumindest etwas sicherer zu machen:

Eingeschränkter Modus

Im eingeschränkten Modus werden problematische Inhalte durch einen Algorithmus weitgehend gesperrt. Wird YouTube im Internet-Browser geöffnet, kann die Einstellung "Eingeschränkter Modus" allerdings mit einem Klick wieder aufgehoben werden. Sicherer ist es, einen Familienaccount zu erstellen, dessen Zugriff über ein Passwort geschützt ist. So können Einstellungen wie der eingeschränkte Modus dauerhaft eingerichtet werden. Das setzt allerdings ein Google-Konto voraus. Auch hier besteht jedoch die Möglichkeit, sich einfach wieder auszuloggen.

YouTube Kids

Die App YouTube Kids ist laut Anbieter eine kinderfreundliche Version der beliebten Streaming-Plattform. Im Gegensatz zu YouTube ist in der App der Zugriff auf viele Videos sowie die Social-Media-Funktionen eingeschränkt. Die Auswahl für Kinder geeigneter Inhalte basiert auf Algorithmen und Nutzerrückmeldungen. Vor und zwischen den einzelnen Videos laufen Werbeclips, die auf die junge Zielgruppe zugeschnitten sind. Trotz technischer Vorkehrungen kann nicht ausgeschlossen werden, dass auch auf YouTube Kids Kinder auf ungeeignete Inhalte stoßen können.

Elterliche Begleitung

Ganz wichtig ist, vor allem jüngere Kinder bis etwa Ende des Grundschulalters beim Videoschauen zu begleiten. Aber auch bei älteren Kindern sollten die Eltern wissen, was sie auf YouTube anschauen. Nur so können sie bei Überforderung und Verunsicherungen eingreifen.

* FLIMMO-Kinderbefragung April/Mai 2019

 

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