Flimmo.tv
Suchen in:
Aktuelles TV-Programm Sendungsarchiv

Zu weit weg: Über Freundschaft und Toleranz

13. März 2020
Zu weit weg: Über Freundschaft und Toleranz

Um Neuanfänge und ihre Herausforderungen geht es in „Zu weit weg“, vor allem aber um die Kraft von Freundschaft. Der neunzigminütige Film ist aktuell im Kino zu sehen (FSK: 0).

Zusammen ist man weniger allein

Neu im Nachbarort oder in einem anderen Land: Diese Erfahrung teilen Ben und Tariq. Ben ist mit seinen Eltern in die nahegelegene Stadt umgezogen, musste Freunde und seinen geliebten Fußballverein zurücklassen. Tariq ist aus Syrien geflohen, er ist von seinen Eltern getrennt und hat den Bruder auf der Flucht verloren. In der Schule sitzen die beiden nebeneinander und im Fußballverein stehen sie gemeinsam auf dem Platz. Doch Tariq scheint sich, sehr zu Bens Missfallen, schneller und leichter in die neue Umgebung einzuleben. Langsam und zögerlich zwar, aber doch nähern sich die beiden an – und werden zu engen Freunden, die sich unterstützen, einander zuhören und sich gegenseitig helfen, mit ihren Verlusten umzugehen. Am Ende sind sogar die Kinder aus der Klasse und dem Fußballverein bei einer großangelegten Aktion dabei, Tariqs Bruder zu finden.

Für Offenheit und Toleranz

„Zu weit weg“ stellt eine Erfahrung in den Mittelpunkt, die Kinder – ach was, alle Menschen – schon einmal gemacht haben: fremd sein, neu anfangen und nicht dazugehören, egal ob in der Klasse, im Verein, im Ort oder in einem anderen Land. Jede Menge Anknüpfungspunkte und positive Anregungen bietet der deutsche mehrfach preisgekrönte Spielfilm Kindern ab Mitte des Grundschulalters und darüber hinaus. Sie können sich – trotz der unterschiedlichen Hintergründe der Jungen – gut in Ben und Tariq hineinversetzen und ihrer Entwicklung folgen. Trotz des ernsten Themas gibt es auch Gute-Laune-Szenen, etwa auf dem Fußballplatz, bei einer Party oder einem abenteuerlichen Nachtausflug, und humorvolle Dialoge und Momente. Berührend und glaubwürdig ist vor allem, wie sich die Jungen anfreunden und ihre anfängliche Abneigung abbauen: Sie haben aus unterschiedlichen Gründen ihre Heimat verloren und finden dadurch zusammen. Das schaffen sie, weil sie verstehen, dass ihre Gefühle die gleichen sind. So begegnen sie sich mit Offenheit und Toleranz – das schafft die Grundlage für ihre Freundschaft und den Weg in eine hoffnungsvolle Zukunft.

 

Copyright © Programmberatung für Eltern e.V. 1997 - 2020

Zum Seitenanfang