Besprechung Anfang des 19. Jahrhunderts: Die Brüder Georg und Alfons brechen nach dem Tod ihrer Eltern zu einer gefährlichen Reise über die Alpen auf – in der Hoffnung auf ein besseres Leben in Italien. Als Georg krank wird, bleibt er in einem abgelegenen Kloster zurück. Der Zwölfjährige fühlt sich dort zunächst fremd und wird ausgegrenzt. Halt findet er in der Freundschaft mit dem Mädchen Resi und dem Bernhardinerwelpen Barry, den er großzieht und zum Lawinenhund ausbildet.
Mein Freund Barry ist eine berührende Geschichte, die von wahren Begebenheiten rund um den Lawinenhund Barry inspiriert wurde. Der Film verbindet diese mit einer fiktiven Erzählung über Freundschaft, Mut und Zusammenhalt. Vor allem Kinder ab Mitte der Grundschule dürften mit Hauptfigur Georg mitfiebern: Wie er sich auf sich allein gestellt in der rauen Klosterwelt zurechtfindet und seinen Platz in der Gemeinschaft erkämpft, ist bewegend. Halt und Hoffnung geben ihm die Freundschaft mit dem Mädchen Resi und dem Bernhardiner Barry. Dabei wächst Georg in seiner Rolle als Hundepfleger über sich hinaus und gewinnt an innerer Stärke. Die Bilder der verschneiten Alpenlandschaft und der abgeschiedenen Klosterwelt sind eindrucksvoll. Wie Krieg, Hunger und Armut das Leben in den Bergen bestimmen, greift die Geschichte immer wieder auf. Sie bleibt dabei aber kindgerecht und ist nicht überfordernd. An vielen Stellen ist die Handlung leider vorhersehbar, manche Konflikte lösen sich zu schnell auf – etwa der Streit mit Georgs Gegenspieler oder gefährliche Situationen in den Bergen. Da wären etwas mehr Spannung und Tiefe wünschenswert gewesen. Dennoch ist die Geschichte um die Freunschaft von Mensch und Tier herzerwärmend und ermutigend.