Besprechung Cowgirl-Puppe Jessie sucht eine Freundin für die achtjährige Bonnie. Die anderen Kinder spielen aber viel lieber mit ihren Tablets als mit ihr. Als Bonnie auch ein sogenanntes Lilypad bekommt, lässt sie ihre geliebten Spielsachen links liegen. Jessie muss sich etwas einfallen lassen! Mit neuen Verbündeten erlebt sie ein großes Abenteuer, das sie in ihr früheres Zuhause führt – und findet am Ende tatsächlich eine tolle Spielfreundin für Bonnie.
Über 30 Jahre nach dem ersten Teil der Filmreihe kehren Jessie, Woody und Buzz Lightyear in Toy Story 5 ins Kino zurück. Diesmal geht es nicht nur um Freundschaft und Veränderung, sondern auch um digitale Medien. Anfangs wird der Konflikt recht einfach erzählt: Digitale Medien sind schlecht für Kinder, klassische Spielzeuge sind gut für sie. Im Laufe der Geschichte wird aber deutlich, dass es so einfach nicht ist. Letztlich wird vermittelt, dass beides seinen Platz im Leben haben kann und es auf den richtigen Umgang mit Medien ankommt. Gleichzeitig greift der Film das Thema Cybermobbing für Kinder verständlich und einfühlsam auf. Bonnies Erfahrungen können berühren und eignen sich zudem als Gesprächsanlass in der Familie. Natürlich kommt auch der Spaß nicht zu kurz: Jessie begibt sich auf eine spannende Mission, eine ganze Containerladung neuer Buzz-Lightyear-Figuren sorgt für actionreiche und witzige Momente und Bonnie entdeckt mit Lilypad neue Spielwelten. Diese Mischung trifft den Geschmack von Grundschulkindern. Jüngere Kinder kann der häufige Wechsel zwischen den verschiedenen Handlungssträngen jedoch überfordern. Hier sollten Eltern bei Bedarf unterstützen. Besonders die Szenen, in denen Bonnie mit ihren digitalen und analogen Spielsachen fantasievolle Geschichten erfindet, stechen hervor. Der kindliche Zeichenstil macht ihre Vorstellungskraft sichtbar und kann Kindern Freude am kreativen Spielen nahebringen. Insgesamt ist Toy Story 5 damit für Kinder und Fans gleichermaßen sehenswert.