Besprechung Vier Jahre nach den Ereignissen des letzten Teils der Filmreihe lebt Peter Parker völlig auf sich allein gestellt in New York. Durch den Zauber der Vergessenheit erinnert sich niemand mehr an ihn – weder seine große Liebe MJ, noch sein bester Freund Ned. Um sich abzulenken, kämpft er als Spider-Man gegen Verbrechen aller Art. Und schon bald muss er New York vor einer neuen Bedrohung beschützen. Eine unerwartete Veränderung seiner Kräfte lässt ihn an sich selbst zweifeln, schlussendlich kann er aber nur deshalb die Stadt retten.
Mit Spider-Man: Brand New Day kehrt ein beliebter Superheld zurück, der auch unter Kindern zahlreiche Fans hat. Allerdings hat der Film viele Belastungsmomente: Peters Einsamkeit ist sehr bedrückend dargestellt, auch die Veränderung seines Körpers kann für Kinder sehr gruselig und belastend sein. Und schlussendlich ist der Film insgesamt düsterer und die Gewaltdarstellungen härter als bei den Vorgängerfilmen: Vor allem zu Beginn steht der Kampf gegen die unbarmherzige Kriminalität der Großstadt im Zentrum. Auch die zunächst unsichtbare Bedrohung kann Kindern Angst machen und sie überfordern. Mit der Figur des Punisher hält zudem eine Figur Einzug, die für gnadenlose Selbstjustiz steht. Es gibt diesmal auch kaum auflockernde Komik zwischendurch, die für Entlastung sorgen kann. Insgesamt ist der Film deshalb für Kinder nicht geeignet, zumal im Kino die Gewaltdarstellungen und Actioneinlagen noch überwältigender sind.