Besprechung Seit einem Autounfall liegt der Vater der zehnjährigen Molly im Koma. Doch Molly will nicht tatenlos zusehen. Sie ist überzeugt, dass Musik ihren Vater wieder aufwecken kann. Deshalb möchte sie wie er Geige spielen lernen und einen Wettbewerb gewinnen. Der mürrische, alte Geiger Malachy soll ihr dabei helfen. Zwischen den beiden entsteht eine ungewöhnliche Freundschaft, die nicht nur Mollys Leben verändert. Und auch für ihren Vater gibt es schließlich Hoffnung.
Was tun, wenn ein geliebter Mensch schwer krank ist und niemand weiß, ob er wieder gesund wird? Die zehnjährige Molly hat darauf ihre eigene Antwort: Sie hofft, ihren Vater mit Musik retten zu können. Der Film nimmt die Gefühle und Vorstellungen seiner jungen Hauptfigur ernst. Ihre Verzweiflung, Entschlossenheit und ihr Glaube an die Kraft der Musik sind für Kinder nachvollziehbar. Spannend ist auch die Beziehung zu Geiger Malachy. Molly lässt sich von seiner abweisenden Art nicht entmutigen, während Malachy durch sie wieder Zugang zu anderen Menschen findet. So entwickelt sich eine ungewöhnliche Freundschaft zwischen den Generationen. Eine besondere Rolle spielen im Film die irische Natur und vor allem die traditionelle Geigenmusik. Die Musik verbindet Menschen, drückt Gefühle aus und spendet Trost. Dabei lässt der Film den Gefühlen und Beziehungen der Figuren viel Raum. Das gemächliche Erzähltempo kann für Kinder allerdings ungewohnt sein. Auch ist die Handlung stellenweise recht vorhersehbar und manche Konflikte lösen sich etwas zu schnell auf. Trotz hoffnungsvoller und humorvoller Momente ist die Geschichte stellenweise traurig und bedrückend. Nicht nur die Genesung von Mollys Vater ist ungewiss, auch Malachy hat mit gesundheitlichen Problemen zu kämpfen. Die Themen Krankheit, Verlust und Abschied können auch ältere Kinder beschäftigen. Eltern sollten deshalb für Fragen und Gespräche nach dem Filmende offen sein.