Besprechung Das kleine Nilpferd Mumbo möchte endlich von den Großen ernst genommen werden. Doch als es von einem Zauberpilz nascht, wird es plötzlich riesengroß! Nun ist alles viel zu klein für Mumbo und der Alltag steckt voller verrückter Überraschungen. Um wieder seine alte Größe zu bekommen, reist er mit drei Freund*innen nach Sibirien. Dort lebt die Hexe Baba Jaga, die den Zauber rückgängig machen soll. Auf dem Weg erleben die vier allerlei ungewöhnliche Abenteuer.
Endlich groß sein, mitbestimmen und zeigen, was man schon alles kann: Diesen Wunsch dürften viele Kinder kennen. Auch Mumbo möchte von den Erwachsenen ernst genommen werden. Dass das Großsein aber auch Tücken haben kann, merkt er schnell. Kinder im Vorschulalter bis Anfang der Grundschule können sich gut in Mumbos Gefühle hineinversetzen. Außerdem imponiert ihnen, wie die vier Tiere zusammenhalten, einander helfen und miteinander so einige Schwierigkeiten meistern. Die Geschichte macht deutlich, dass Größe und Stärke nicht entscheidend sind, sondern Freundschaft, Zusammenhalt und gegenseitige Unterstützung. Vor allem Mumbos riesige Ausmaße sorgen immer wieder für komische Situationen. Der Film ist farbenfroh animiert und erzählt seine Geschichte in gemächlichem Tempo. Allerdings bleiben die Figuren recht einfach gezeichnet und gegen Ende verliert die Handlung etwas an Einfallsreichtum. Spannendere Situationen werden meist schnell aufgelöst und durch humorvolle Momente oder Songs aufgelockert. In Machart und Themen richtet sich Mumbo Jumbo vor allem an ein jüngeres Publikum. Dennoch können die 85 Minuten Laufzeit gerade für film- oder kinounerfahrene Kinder zu lang und einzelne Szenen zu aufregend sein. Eltern sollten deshalb individuell abwägen.