Besprechung Der kleine Troll Billy spielt am liebsten Streiche und hält sich nur ungern an Regeln. Besonders reizt ihn die verbotene Menschenwelt. Als er sich dorthin wagt, entdeckt er mit seiner Schwester Bonny, dass ein Freizeitpark ihre unterirdische Heimat bedroht. Gemeinsam mit dem Menschenmädchen Trine wollen sie die Bauarbeiten verhindern. Dabei erleben die drei turbulente Abenteuer, bei denen Billys freche Einfälle für so manche Überraschung sorgen.
Der dänische Film Der frechste Troll der Welt basiert auf einer Kinderbuchreihe und setzt vor allem auf Humor und Abenteuer. Billys vorlaute Art und sein Hang zum Unfug dürften bei Kindern für einige Lacher sorgen. Gleichzeitig können sie gut nachvollziehen, dass er einen eigenen Weg sucht. Seine Schwester Bonny ist dagegen besonnener und verantwortungsbewusster. Sie lässt sich von Billys Einfällen nicht so leicht mitreißen und behauptet sich ihm gegenüber. Die Geschwister zeigen, dass es nicht nur einen richtigen Weg gibt und verschiedene Stärken einander ergänzen können. Im Laufe der Geschichte lernt auch Billy, Verantwortung zu übernehmen und mit anderen zusammenzuarbeiten. Gelungen ist die Verbindung von realen Schauplätzen und Schauspieler*innen mit animierten Trollfiguren. Die Trolle fügen sich überzeugend in die Menschenwelt ein und die Begegnungen zwischen beiden Welten sorgen für komische Situationen. Verfolgungsjagden und Flugabenteuer auf Fledermäusen bringen zusätzlich Spannung ins Geschehen. Allerdings folgt die Handlung bekannten Mustern und manche Konflikte lösen sich recht schnell auf. Für Kinder ab dem Grundschulalter bietet der Film eine Mischung aus Humor, Spannung und Abenteuer. Jüngere Kinder können die dunklen Trollhöhlen und einzelne turbulente Szenen allerdings zu aufregend finden – auch wenn die vielen humorvollen Momente immer wieder für Entlastung sorgen.