Besprechung Als Kind musste Prinz Adam von seinem Heimatplaneten Eternia fliehen und landete auf der Erde. Jahre später findet er das magische Schwert der Macht wieder und kehrt nach Hause zurück. Dort hat der finstere Skeletor die Herrschaft übernommen. Gemeinsam mit seinen Verbündeten Teela und Duncan stellt sich Adam dem Tyrannen entgegen. Um Eternia zu retten, muss Adam seine Bestimmung annehmen und zu He-Man werden – dem mächtigsten Mann des Universums.
Die Realverfilmung von Masters of the Universe knüpft an die bekannte Spielzeug- und Zeichentrickreihe der 1980er-Jahre an. Wie schon die Vorlage setzt auch der Kinofilm auf den klassischen Kampf zwischen Gut und Böse. Dabei reiht sich eine spektakuläre Actionszene an die nächste: Kämpfe mit Schwertern, Monsterangriffe, Explosionen und groß angelegte Schlachten bestimmen weite Teile der Handlung. Kinder können die vielen düsteren und gewalthaltigen Szenen erschrecken und ängstigen: Skeletor erscheint als allgegenwärtige Bedrohung, ganze Welten werden verwüstet und wichtige Figuren geraten immer wieder in Lebensgefahr. Zwar lockern selbstironische Anspielungen und einzelne humorvolle Momente die Handlung gelegentlich auf, im Effektgewitter gehen sie jedoch meist unter. Das hohe Tempo, die ständige Spannung und die zahlreichen Kämpfe lassen mit gut zweieinhalb Stunden Filmlänge kaum Raum zum Durchatmen. Problematisch ist zudem das Heldenbild von Masters of the Universe. Zwar erscheint Prinz Adam moderner und vielschichtiger, letztlich bleibt He-Man jedoch ein übermächtiger Muskelheld, der Probleme mit körperlicher Stärke löst. Die Neuverfilmung gibt sich modern, erzählt am Ende aber vor allem eine alte Geschichte: Der Stärkste gewinnt.