Besprechung Jo und Raissa sind seit ihrer Kindheit beste Freundinnen. Kurz vor Raissas Umzug in die USA entdecken sie ein geheimnisvolles Portal zur Insel Nakali. Dort treffen sie auf fantastische und unheimliche Wesen und suchen nach einem Weg zurück. Schließlich müssen sie sich einer Dämonin stellen, die Erinnerungen stiehlt und damit auch ihre Freundschaft bedroht.
Jo und Raissa sind sehr unterschiedlich: Raissa ist diszipliniert und plant ihre Zukunft, während Jo spontan, neugierig und immer für ein neues Abenteuer zu haben ist. Gerade Jos unbeschwerte und manchmal chaotische Art kann bei Kindern gut ankommen. Auf der geheimnisvollen Insel Nakali treffen die beiden auf ungewöhnliche Wesen, zum Beispiel den lustigen Werhund Raww. Dessen Sprüche sind zum Teil etwas anzüglich und können Kinder überfordern. Im Laufe der Geschichte müssen sich die Mädchen der schrecklichen Mananangga stellen, einer Dämonin, die es auf Erinnerungen abgesehen hat. Die rasanten Auseinandersetzungen und vor allem die teilweise gruselige Inszenierung können jüngeren Kindern ganz schön unter die Haut gehen. Für ältere Kinder sind Machart und vor allem die positive Botschaft reizvoll: Die Geschichte, zeigt wie wichtig Freundschaft und Vertrauen sind und dass Veränderungen und Abschiede manchmal schwerfallen.
Der Animationsfilm verbindet westliche Animation mit Manga- und Anime-Elementen. Die verschiedenen Stile sorgen für Abwechslung, wobei die schnellen Sequenzen sehr rasant gestaltet sind. Dadurch hat die Handlung ein durchgehend hohes Tempo ohne Verschnaufpausen. Die fantasievollen Figuren und Einblicke in die philippinische Mythologie machen die Welt faszinierend und können Interesse an fernöstlicher Kultur wecken. Für ältere Kinder und Jugendliche ist Die vergessene Insel ein rasantes Kinoabenteuer, das viel Action und Unterhaltung zu bieten hat.