Besprechung Mira ist zwölf Jahre alt und am liebsten zusammen mit ihren Freund*innen kreativ. Doch als die selbstbewusste Beate neu in die Klasse kommt, einen Liebes-Club gründet und mit ihren Beauty-Tipps Miras beste Freundin Naja begeistert, fühlt Mira sich ausgeschlossen. Zunächst verbiegt sie sich, um dazuzugehören. Nach einigen Turbulenzen erkennt Mira jedoch, dass sie sich nicht verstellen muss, um ihre Freundschaften zu bewahren.
Der Film "Mira" beruht auf einer Comicbuch-Reihe und zeigt, wie knifflig der Übergang vom Kind zum Teenie sein kann. Wie fühlt es sich an, langsam erwachsen zu werden? Mit Mira begleitet der Film eine Zwölfjährige, deren Freundschaft mit ihrer besten Freundin Naja durch eine neue Mitschülerin ins Wanken gerät. Themen wie Gruppendruck, Ausgrenzung, Social Media, Schminken und erste Schwärmereien kennen viele Kinder in diesem Alter aus ihrem eigenen Alltag. Um zur Clique der coolen Mädchen zu gehören, versucht Mira, sich in eine neue Rolle zu zwängen. Dadurch geraten jedoch andere Freundschaften und ihre eigenen Interessen ins Hintertreffen. Ihre zerrissene Gefühlswelt wird im Film durch Zeichnungen und Notizen aus ihrem Tagebuch veranschaulicht. Diese dürften für Kinder besonders unterhaltsam sein, etwa wenn Mira darin ihre aus Fundstücken gebastelten Kunstwerke festhält. Als Naja dieses gemeinsame Hobby plötzlich kindisch findet, zeigt sich, wie wichtig es ist, die eigenen Interessen und Fähigkeiten wertzuschätzen. Neben den Freundschaftskonflikten beschäftigt Mira auch das Datingleben ihrer alleinerziehenden Mutter sowie die Frage nach ihrem unbekannten Vater. Die sensible Darstellung der Freundschaft und die positive Botschaft sowie die kreative Machart sind eindeutig die Stärken des Films.