Spielideen für unterwegs
Medienerziehung

Spielideen für unterwegs

Auch auf langen Autofahrten muss es nicht langweilig werden. Für die folgenden Rate-, Wort- und Gedächtnisspiele braucht es fast keine Materialien – dafür aber jede Menge Fantasie. Je nach Alter der Kinder lassen sich die Spiele leicht anpassen. Ganz nebenbei fördern sie Gedächtnis, Sprache und Wahrnehmung und helfen, die Zeit bis zum Urlaubsziel wie im Flug vergehen zu lassen.

Zum Raten und Beobachten: Hier sind Aufmerksamkeit und ein gutes Auge gefragt

Was hat sich verändert?

Jetzt sind Aufmerksamkeit und ein gutes Gedächtnis gefragt: Eine Person prägt sich die Anordnung verschiedener Gegenstände ein – in der Brotbox, im Rucksack oder im Ablagefach. Anschließend werden die Augen geschlossen, während eine andere Person etwas verändert. Was hat sich verändert?

Tiere raten

Elefant oder Goldfisch? Wer an der Reihe ist, beschreibt ein Tier anhand seiner Eigenschaften oder seines Aussehens.

Wer oder was bin ich?

Eine Person denkt an ein Tier, eine berühmte Person, eine Eissorte oder einen anderen Begriff. Die anderen versuchen durch Ja-Nein-Fragen herauszufinden, woran gedacht wurde. Wer richtig rät, ist als Nächstes an der Reihe.

Melodien raten: Wer kennt den Song?

Ein Familienmitglied summt eine Melodie – zum Beispiel aus einem Kinderlied, einem Film oder einer Lieblingsserie. Wer erkennt den Titel zuerst? Wer mag, kann die Schwierigkeit erhöhen und nur wenige Töne vorsummen.

Wolkenbilder: Wer entdeckt die meisten Motive?

Ein Blick aus dem Fenster genügt: In den Wolken verstecken sich Tiere, Gesichter oder fantasievolle Gegenstände. Reihum erzählen alle, was sie erkennen. Oft sehen die Mitspieler*innen in derselben Wolke etwas völlig anderes.

Bingo: Augen auf

Vor der Fahrt überlegt sich die Familie Begriffe für eine Bingo-Liste, etwa bestimmte Fahrzeuge, Verkehrsschilder oder Tiere. Wer unterwegs einen Begriff entdeckt, ruft laut „Bingo!“. Das Spiel lässt sich mit fast jedem Thema spielen.

Mit Wörtern spielen: Sprache, Fantasie und Kreativität stehen im Mittelpunkt

ABC: Tiere, Eissorten oder Automarken

Reihum werden Begriffe zu einem bestimmten Oberbegriff genannt – in alphabetischer Reihenfolge: In der Kategorie „Tiere“ sagt die erste Person zum Beispiel „Ameise“, die zweite „Bär“, danach „Chamäleon“ und so weiter.

Von kurz nach lang

Das Spiel funktioniert ähnlich wie das ABC-Spiel – nur werden die Begriffe nicht alphabetisch, sondern nach ihrer Buchstabenanzahl sortiert. Gesucht werden zum Beispiel Tiere mit drei, vier, fünf und sechs Buchstaben oder umgekehrt. Wie weit schafft es die Familie gemeinsam, bevor niemandem mehr ein passender Begriff einfällt?

Auto-Kennzeichen: Buchstaben werden zu Sätzen

Ein Kennzeichen eines vorbeifahrenden Autos wird ausgewählt. Aus den Buchstaben entstehen möglichst lustige Sätze. Aus „MU-IR" wird zum Beispiel: „Meine Uhr ist rot.“ Der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt.

Was sich reimt ...

Jede*r Mitspieler*in darf ein Wort nennen und dann geht es reihum. Was reimt sich auf das Wort Reise? Leise, weise, Kreise, Gleise ... Aus den ersten fünf bis zehn Wörtern kann im Anschluss eine Quatschgeschichte entstehen.

Wort-Schlangen

Los geht's mit einem zusammengesetzten Wort, zum Beispiel „Sommerferien“. Die nächste Person bildet daraus ein neues zusammengesetztes Wort, indem sie den zweiten Wortteil übernimmt: Ferienwohnung, Wohnungsschlüssel, Schlüsselbund und so weiter. Wie lang wird die Wort-Schlange?

Gemeinsam Geschichten erfinden – mal lustig, mal spannend oder völlig verrückt

Was wäre, wenn ...?

Was würdest du tun, wenn du einen Drachen als Haustier hättest? Wie sähe eine Schule auf dem Mond aus? Oder was wäre, wenn du einen Tag lang unsichtbar wärst? Reihum stellt sich die Familie verrückte Fragen und überlegt gemeinsam die fantasievollsten Antworten. Der Kreativität sind dabei keine Grenzen gesetzt.

Leider/Zum Glück

Satz für Satz wird eine Geschichte erzählt, indem jede Person einen Satz ergänzt. Aber: Nach einem Einleitungssatz beginnen die Sätze im Wechsel mit „Zum Glück ... “ und „Leider ...“. Zum Beispiel: „Zum Glück habe ich einen günstigen Flug nach Spanien gefunden.“ „Leider habe ich verschlafen.“ „Zum Glück hatte der Flug Verspätung.“ „Leider kam mein Koffer einen Tag nach mir an.“ Und so weiter.

Geschichtenkette

Eine Person beginnt mit einem Satz, zum Beispiel: „Als wir im Urlaub ankamen, wartete dort eine große Überraschung." Reihum ergänzt jedes Familienmitglied einen weiteren Satz. So entsteht nach und nach eine gemeinsame Geschichte – mal spannend, mal lustig und oft völlig unerwartet.

Gedächtnis und Konzentration: Wer kann sich am meisten merken?

Koffer packen

Hier wird das Gedächtnis auf die Probe gestellt: Eine Person beginnt mit dem Satz „Ich packe meinen Koffer und nehme mit ...“ und nennt einen Gegenstand, zum Beispiel Sonnencreme. Reihum kommt jeweils ein neuer Gegenstand dazu. Dabei müssen alle vorher genannten Begriffe in der richtigen Reihenfolge wiederholt werden.

Stadt, Land, Fluss

Geht auch ohne Stift und Papier! Lustige Zusatzkategorien erhöhen den Spaß: Eissorten, Gegenstände im Koffer, Filmfiguren – die Liste ist unendlich erweiterbar.

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