Fake News und Deepfakes erkennen
Medienerziehung

Fake News und Deepfakes erkennen

Fake News, Deepfakes, KI-generierte Inhalte: Heute ist es schwer, den Wahrheitsgehalt einer Information zu erkennen. Egal, ob in Text, Bild oder Video. Für Kinder ist das besonders knifflig. Oft fehlt ihnen Hintergrundwissen und die Fähigkeit, Informationen zu bewerten. Zudem lassen sie sich leichter beeinflussen oder verunsichern, vor allem bei emotionalen Themen. Doch es gibt Hinweise, die Eltern und Kinder beachten können, um Fakten von Fake zu unterscheiden.

Fakten checken

keyboard_arrow_down

Am besten machen sich Eltern gemeinsam mit Kindern auf die Suche, wenn ihnen eine Nachricht oder ein Video verdächtig vorkommt. Diese Fragen helfen, Fake News zu erkennen:

  • Woher kommt die Information?
  • Gibt es die Information auch woanders?
  • Von wann ist der Beitrag?
  • Welche Absicht könnte dahinterstecken?
  • Löst die Information starke Gefühle aus? Klingt es zu gut um wahr zu sein oder macht es Angst?
  • Könnte es auch nur Spaß oder Satire sein?
  • Kritisch sein: Stimmt das wirklich?

Bilder und Videos überprüfen

keyboard_arrow_down

Sogenannte Deepfakes sind täuschend echte Fotos, Videos oder Audios, die mithilfe Künstlicher Intelligenz entstehen. Sie lassen Personen Dinge sagen oder tun, die nie passiert sind. Für viele Nutzende bleibt oft verborgen, dass es sich um Fälschungen handelt. So können Deepfakes entlarvt werden:

  • Auf Details achten: KI wird immer präziser, doch bei Feinheiten passieren (noch) Fehler. Daher besonders auf Blinzeln, Fingeranzahl, Schatten oder Schriftzüge achten.
  • Bildersuche nutzen: Bilder können mit der Rückwärtssuche (z. B. Google, TinEye) überprüft werden. Oft finden sich Informationen dazu oder das Material in einem anderen Kontext wieder.
  • Nach KI-Hinweisen suchen: Manchmal steht ein kleiner Hinweis im Bild oder über dem Post, dass KI bei der Erstellung genutzt wurde.
  • Den Blick schulen: Um Fälschungen besser zu erkennen, lohnt es sich, Beispiele zu studieren. Das Quiz Deepfake Detectiveopen_in_new von klicksafe bringt Eltern und Kinder ins Gespräch darüber, wie schwer es ist, Manipulationen zu erkennen.

Wichtig: Erst prüfen, dann teilen

keyboard_arrow_down

Falschmeldungen verbreiten sich besonders schnell, weil sie oft starke Gefühle auslösen – etwa Überraschung, Empörung oder Angst. Solche Emotionen führen dazu, dass Menschen Beiträge spontan weiterleiten und teilen, ohne sie zu überprüfen.

Auf Social Media verstärkt sich der Effekt noch. Algorithmen sortieren Inhalte nach persönlichem Interesse und zeigen häufig ähnliche Beiträge an. So entsteht leicht der Eindruck, dass viele dieselbe Meinung teilen – selbst wenn die Informationen falsch sind. Daher erst innehalten und sich fragen:

  • Ist die Aufmachung sehr reißerisch?
  • Klingt es nach einer großen Sensation?
  • Werden Emotionen ausgelöst?

Denn dann sollte die Information vor dem Weiterleiten erst einmal geprüft werden. So helfen alle mit, Falschinformationen einzudämmen.


Hier lassen sich Fakten checken

Spiele und Internetseiten zu Fakes vs. Fakten

BildnachweisBild wurde mithilfe von KI erstellt
FLIMMO
Elternratgeber für
TV, Streaming & YouTube
ImpressumDatenschutzerklärungNetiquetteÜber FLIMMOKontaktPresseCopyright 1997 - 2025 Programmberatung für Eltern e. V.