Gut informiert von Anfang an
Medienerziehung

Gut informiert von Anfang an

Kinder haben viele Fragen und sind neugierig auf die Welt um sie herum. Ab dem Grundschulalter fangen sie an, gezielt und immer eigenständiger nach Informationen zu suchen – ob für Schule, Hobbys oder zu aktuellen Ereignissen. Um verlässliche Informationen zu finden und das große Wissen im Netz richtig nutzen zu können, brauchen Kinder Unterstützung – heute mehr denn je.

Was ist Informationskompetenz und warum ist sie wichtig?

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Durch Künstliche Intelligenz ist es noch schwieriger geworden zu erkennen, was echt ist und was nicht. Fotos, Stimmen oder Videos lassen sich täuschend echt manipulieren. In dieser Fülle an Informationen brauchen Kinder Orientierung und eine Begleitung, die ihnen Schritt für Schritt zeigt, wie digitale Inhalte entstehen und welchen Zweck sie verfolgen – ob für gezielte Meinungsmache, Propaganda oder einfach zur Unterhaltung.

Informationskompetenz bedeutet also, Informationen verstehen, einordnen und bewerten zu können. Sie ist eine Grundlage für Meinungsbildung und kritisches Denken. Eltern spielen dabei eine entscheidende Rolle: Wer zuhört, Fragen stellt und gemeinsam nachforscht, zeigt Kindern, wie man Wissen prüft statt einfach glaubt.

Wie Kinder sich informieren

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Informationen bleiben bei Kindern besonders gut hängen, wenn sie emotional, lustig oder spannend erzählt sind. Dann wecken Inhalte ihre Neugier, machen Spaß und sorgen dafür, dass Wissen positiv abgespeichert wird. Gleichzeitig macht das aber auch anfälliger für Falschinformationen, denn:

  • Kinder orientieren sich an sichtbaren Belegen („Ich hab’s gesehen!“).
  • Sie vertrauen Autoritäten und beliebten Personen (Das können auch YouTuber/Influencer sein).
  • Emotionale Darstellungen wirken glaubwürdiger als trockene Fakten.
  • Kritisches Quellenbewusstsein müssen sie erst noch erlernen.

Kinder lernen am meisten, wenn Informationen in kleine Geschichten eingebettet und humorvoll erzählt werden. Eltern können den Spaß am Lernen unterstützen, indem neue Inhalte gemeinsam kreativ umgesetzt werden – zum Beispiel mit Bildergeschichten, einfachen Experimenten oder Bastelideen zum Ausprobieren. So entdecken Kinder spielerisch Zusammenhänge und gehen Fragen selbstständig auf den Grund. Sich mit Videos zu informieren, kann dabei eine Chance sein, Neugier zu wecken und beim Erklären zu helfen.

Was Eltern tun können

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Ohne Begleitung laufen Kinder Gefahr, Falschinformationen zu glauben oder selbst weiterzuverbreiten. Sie brauchen Erwachsene, die sie ernst nehmen, Fragen beantworten und gemeinsam mit ihnen herausfinden, was glaubwürdig ist. Kinder müssen Informationskompetenz erst erlernen. Eltern können sie dabei unterstützen, indem sie:

  • vermitteln: Sei kritisch und glaub nicht alles, was dir im Netz begegnet!
  • gemeinsam lernen, was eine gute Quelle ausmacht
  • gute Informationsquellen mit Kindern suchen
  • zuhören, gemeinsam anschauen und sprechen
  • ein gutes Vorbild sind

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