
Waldbrände, Hitzewelle, Klimawandel: Die aktuelle Nachrichten- und Wetterlage ist für viele Menschen belastend. In Frankreich und Spanien müssen tausende Menschen evakuiert werden, selbst Großstädte sind bedroht. Gerade Kinder haben Angst vor den Folgen des Klimawandels.
Bilder von lodernden Wäldern, evakuierten Feriendörfern und ausgetrockneten Flüssen sind gerade auf allen Kanälen präsent. Kindern kann das sehr nahe gehen, denn sie beziehen das, was sie sehen, auf sich und ihr eigenes Umfeld. Fragen wie „Brennt es morgen auch bei uns?“ oder „Müssen wir auch unser Zuhause verlassen?“ beschäftigen sie. Erschwerend kommt hinzu, dass manche Kinder nicht über ihre Sorgen reden. Die FLIMMO-Kinderbefragung aus dem Jahr 2023 zeigte bereits: Etwa ein Drittel der 8- bis 11-Jährigen spricht Ängste zur Klimakrise nicht von sich aus an, sondern behält sie für sich.
Bei älteren Kindern sind YouTube Shorts, TikTok oder Instagram mittlerweile die wichtigsten Informationskanäle. Auf Social-Media-Plattformen folgen Krisenmeldungen jedoch ganz eigenen Mechanismen. Kurze, emotional aufgeladene Clips mit dramatischer Musik, reißerischen Texten und Schreckensszenarien erzielen die höchsten Klickzahlen. Die Algorithmen belohnen diese Panikmache und spielen Kindern immer mehr davon in den Feed (Doomscrolling info_outlined). Wegsehen fällt schwer – meist sind die Videos ohnehin Thema auf dem Schulhof. Entscheidend ist, dass Eltern gemeinsam mit ihren Kindern hinschauen und das Gesehene kritisch hinterfragen: Ist das Video sachlich? Welche Musik wird verwendet, um Gefühle zu erzeugen? Geht es hier um Information oder um Aufmerksamkeit?
Die Situation sollte weder verharmlost werden, noch sollten Eltern ihren eigenen Ängste freien Lauf lassen. Was Kinder brauchen, sind sachliche und altersgerechte Erklärungen:
Das wirksamste Mittel gegen Angst ist das Gefühl, selbst etwas tun. Statt nur Bilder von Hitzewellen und Waldbränden zu sehen, hilft es Kindern, gemeinsam mit ihrer Familie aktiv zu werden – etwa eine Wasserstelle für Vögel und Insekten aufzustellen, Wasser zu sparen oder auf ältere Menschen in der Nachbarschaft zu achten, die Unterstützung brauchen. Solche kleinen Schritte stärken das Gefühl von Selbstwirksamkeit und vermitteln Kindern: Wir sind nicht hilflos - wir können gemeinsam etwas tun.
Wie gelingt Eltern der Spagat zwischen notwendiger Aufklärung und dem Schutz vor Überforderung? Im umfangreichen FLIMMO-Klima-Special gibt es gezielte Unterstützung für den Medienalltag: