Besprechung Als Johannas Großvater Kito aus Tansania zu Besuch kommt, entdeckt er im Museum eine Maske, die einst aus seinem Heimatdorf geraubt wurde. Kurz darauf verschwindet sie und Kito gerät unter Verdacht. Johanna ist von seiner Unschuld überzeugt und macht sich mit ihren Freund*innen Anton und Sweta auf die Suche nach dem wahren Dieb. Dabei geraten die drei auf falsche Fährten und Johanna erfährt mehr über ihre Familiengeschichte.
Ein geheimnisvoller Diebstahl, mehrere Verdächtige und drei Kinder, die auf eigene Faust ermitteln: Der Film bietet einiges, was junge Krimifans anspricht. Johanna und ihre Freund*innen gehen Hinweisen nach, lassen sich von Rückschlägen nicht entmutigen und beweisen Mut und Zusammenhalt. Die jungen Hauptfiguren bieten Kindern ab Mitte des Grundschulalters Gelegenheit, sich mit ihnen zu identifizieren und mitzurätseln. Hinter dem Kriminalfall steckt ein ernstes Thema: die deutsche Kolonialgeschichte und der Umgang mit geraubten Kulturgütern. Der Film macht deutlich, dass viele Gegenstände während der Kolonialzeit aus afrikanischen Ländern geraubt wurden und bis heute in deutschen Museen ausgestellt sind. Damit wirft er wichtige Fragen nach Unrecht, Gerechtigkeit und kulturellem Erbe auf. Allerdings bleibt die Auseinandersetzung damit recht oberflächlich. Auch Johannas Beschäftigung mit ihren tansanischen Wurzeln wird nur angerissen und manche Konflikte lösen sich allzu einfach auf. Wenig überzeugend ist auch der Humor, für den vor allem die stark überzeichneten Erwachsenen sorgen sollen. Die tollpatschigen Polizist*innen und eine Lehrerin, die mit Jugendsprache punkten möchte, wirken oft albern und aufgesetzt. Der Klamauk passt nicht immer zu den ernsten Themen und lenkt mitunter von der eigentlichen Geschichte ab.